Ich bin endlich in Down Under 🎉
20. Juli 2017
Erreicht man den Tiefpunkt, wird es nur noch besser
18. September 2017

Ich habe einen Job gefunden! #stillalive

Erst mal ein ganz großes Sorry an alle für die lange Funkstille! Aber yes, I’m still alive!
Der Grund für die lange „Kontaktpause“ ist der neue Job, den ich vor 2 Wochen angenommen habe. Klingt eigentlich ganz gut, ist es aber nicht so wirklich. Aber mehr dazu gleich, ich versuche ein bisschen geordnet vorzugehen 🙂

In meinen ersten Wochen hier habe ich unglaublich viel erlebt und gesehen und ich LIEBE es in Sydney! Diese Stadt hat einfach sehr viel zu bieten und ist super interessant. Vor allem aber liebe ich es, so viele interessante Menschen kennenzulernen, die alle eine andere Geschichte zu erzählen haben.
Ihr kennt doch bestimmt das Sprichwort: „Don’t judge a book by it’s cover“ (Beurteile niemals ein Buch nach dem Einband.), oder? Seit dem ich hier bin ist mir bewusst geworden, wie wahr dieser Satz doch ist. Ich habe hier Menschen kennengelernt, die ich auf der Straße für gewöhnlich nicht angesprochen hätte, aber genau diese Menschen sind meistens die Interessantesten! 🙂

Nachdem ich mir in der ersten Woche das volle Touri Programm gegeben habe und bereits Pläne für die darauffolgende Woche hatte, musste es ja natürlich passieren. Ich wurde krank. Jeder der mich kennt, denkt sich jetzt bestimmt: „Garantiert wieder was mit dem Hals.“ -> Bingo.
Selbst nach 4 Tagen Propolis, Tee und Ibuprofen wurde es einfach nicht besser und ich musste zum Arzt gehen. Da ich wusste, dass das Problem tiefer sitzt und ein normaler Hausarzt nicht viel machen kann, bin ich gleich zum HNO Arzt gegangen.
Seine Aussage war, dass ich alles richtig gemacht habe! Ein Tag später und ich wäre in der Notaufnahme gelandet. (Info an meine Family: Ich hatte euch dieses Detail ausgespart, damit ihr euch keine Gedanken macht ❤️ )
Nach 10 Tagen Antibiotika ging es mir wieder hervorragend – bis die Arztrechnung kam.

ICH HABE $400 FÜR DEN ARZT GEZAHLT! Da wird einem mal bewusst, wie gut wir es in Deutschland mit unserem Krankenkassensystem haben! Hier gibt es zwar kostenlose Medicare, aber leider nicht für deutsche Staatsbürger. Ich habe natürlich eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen, aber leider musste ich die Rechnung trotzdem erst mal selber bezahlen, was meine Kreditkarte komplett ins Minus gestürzt hat.
Leider wird der Kundenservice bei der HanseMerkur anscheinend nicht sehr groß geschrieben, denn selbst nach zwei Wochen hat es noch niemand geschafft, auf meine verdammte Mail zu antworten (Anzurufen ist fast unmöglich, da die Hotline nur offen ist, wenn es hier tiefste Nacht ist). 🙌🏼

Etwas was ich auch lernen musste, ist Abschied zu nehmen. Man trifft hier so viele tolle Menschen, die aber leider früher oder später gehen werden. Ich bin echt schlecht im Abschied nehmen und ich hasse es, aber leider gehört es dazu. Immerhin hat man für immer die schönen Erinnerungen an die wundervolle Zeit 🙂

Es ist wirklich Wahnsinn, was man sich für ein riesiges Netzwerk aufbaut. Zum Glück ist es in Zeiten von WhatsApp, Facebook und co. einfach, in Kontakt zu bleiben und wir haben uns alle versprochen, dass wir uns auf jeden Fall mal wiedersehen werden.

Kommen wir nun zu der Job Geschichte. In Australien haben die Leute einen höheren Lebensstandard als in Deutschland und so kommt es, dass die Ersparnisse langsam dem Ende zugehen.
Als ich hier das erste mal einkaufen war, bin ich bei den Preisen fast in Ohnmacht gefallen! Hier kostet zum Beispiel eine Packung Käse mit 10 Scheiben $6! Das sind umgerechnet 4€ und das ist verdammt viel. Natürlich relativiert sich das, wenn man hier einen Job hat, da der Mindestlohn mittlerweile bei $20/Stunde liegt, aber mit seinen Ersparnissen aus Deutschland kommt man hier nicht weit. Also wurde schnell klar, dass ich schleunigst einen Job brauche!

Mit der Hilfe von Chandni aus London war mein CV (Lebenslauf) schnell erstellt und entsprach den australischen Standards (Welche übrigens echt merkwürdig sind). Danach ging es für mich auf Jobjagt! Am einfachsten findet man hier einen Job, wenn man einfach seinen Lebenslauf ausdruckt, durch die Stadt geht und sich einfach in jedem Restaurant/Cafe/etc vorstellt, in dem man arbeiten möchte. Also habe ich mir ein paar CV’s geschnappt und nach 2 Stunden hatte ich einen Job. Eigentlich mega easy.

An sich ist der Job ganz cool. Ich bin ein Barista in diesem wundervollen Café und da ich noch nicht viel Erfahrung habe, bekomme ich sogar 2 Wochen Training (Bezahlt!).
Aber der Schein trügt. Nachdem ich fast 2 Wochen 50 Stunden pro Woche gearbeitet habe, wurde mein erstes Gehalt ausgezahlt und ich wurde über den Tisch gezogen. Anstelle der versprochenen $140 am Tag, bekam ich nur $14 die Stunde. Durch diesen kleinen Unterschied wurden mir $200(!) weniger gezahlt.

Danach habe ich erfahren, wie viel ich ab dieser Woche verdienen werde, weil ich ja das Training beendet habe. Es sind nur enttäuschende $17/Stunde, sogar $3 unter dem Mindestlohn und ich habe noch immer keinen Vertrag.
Mittlerweile habe ich die Schnauze voll und ich werde am Sonntag mein Geld abholen und kündigen. Das ist halt leider die Schattenseite des Backpackerlebens. Man wird oft nur als billige Arbeitskraft angesehen und kräftig ausgenutzt.

Aber ich mache mir da keinen Kopf. Ich habe noch Geldreserven und es ist wirklich einfach einen job zu finden 🙂
Diesmal versuche ich einen Job in der IT Branche zu finden. Das ist mega schwer, aber versuchen kann ich es.
Da meine Hostelfreundin Chandni einen Abschluss in Webdesign und Marketing irgendwas hat, hat sie mir ihre Hilfe angeboten und wir werden gemeinsam ein Portfolio etc. erstellen. Also drückt mir die Daumen, dass das klappt!

So, das war es jetzt erst mal von meiner Seite aus! Ich habe mittlerweile echt hunger und werde mich langsam für den Abend vorbereiten. (Parteeeeeeey 🎉)

Ach, und seid mir bitte nicht böse, wenn ich mich bei WhatsApp so lange nicht melde. ❤️ Ich bin mit der Arbeit echt ausgelastet gewesen und war teilweise einfach nur froh, wenn ich relaxen und schlafen konnte 😂

Übrigens hat der Job (bei dem ich übrigens jeden morgen um 6 aufstehen muss) nicht nur Schattenseiten. Dieses Foto konnte ich eines Morgens machen:

Wir hören voneinander! Lasst es krachen! 🙂

– Christian

Sei nicht egoistisch. Teile es mit der Welt!

Christian
Christian
Hey! Ich bin Christian und nehme euch mit auf mein spannendes Auslandsabenteuer in Australien. Neben meiner Leidenschaft für Sprachen und fremde Kulturen, begeistere ich mich außerdem für Computer und möchte nach meinem Auslandsjahr Informatik studieren.

6 Kommentare

  1. Tony Uhlig sagt:

    Hey Chrissi😊
    Da hattest du ja trotzdem nochma ganz schön Glück mit dem Arzt🙊 Hoffentlich bleibst du jetz erstmal von Krankheiten verschont😊 Ich wünsche dir natürlich ganz viel Erfolg bei der Jobsuche😊

    Liebe Grüße Tony😁

    • Christian sagt:

      Hey Tony,
      das hoffe ich auch! In meinem Hostel haben einige schon wieder was neues. Aber bisher ist mein Immunsystem tapfer 😂
      Vielen Dank! Ich halte euch auf dem laufenden 🙂
      Viele Grüße 😊

  2. Susan sagt:

    Habe schonlange gefiebert, wie es Dir wohl geht. Schön von Dir zu lesen, machst das richtig toll. Alles Gute bei der Jobsuche, findest bestimmt das Richtige für Dich. Liebe Grüße aus dem Erzgebirge

  3. Vivien sagt:

    Hi schön mal wieder was zu hören:)
    Freut mich dass es dir so gut gefällt in down under und drücke dir alle Daumen dass das mit dem neuen Job klappt👍

  4. Emily sagt:

    Hey Christian 👐
    Mega schön, wieder einen neuen Eintrag zu lesen 😊
    In wie weit waren die australischen Standards für den CV merkwürdig?- das klingt sehr interessant 😁
    Ich wünsche dir viel Erfolg im finden eines IT-Jobs!!! Genieße die schöne Zeit und bleib gesund
    LG 😘

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.